Überbauung Röntgenareal, Zürich
Stadträumlicher Bebauungsplan mit Büros, Ausbildungsräumen SBB, Läden, Restaurant, Wohnungen
Städtischer Projektwettbewerb
Ein Mauersockel erstreckt sich entlang der Bahnschneise, wie die Quaimauer eines Flusses. Er dient als Trennung und Lärmschutz, aber auch als Promenade und Aussichtsterrasse. Der Turmbau ist bahnseitiger Solitär, in Anlehnung an (oft seltsame, monumentale) Einzelbauten, Schuppen, Gasometer im ‚terrain vague' zwischen Bahnschneise und Stadt.
Der Wohnhof bildet sich aus der Blockrandbebauung, in der Tradition der angrenzenden Hofbauten. Bezüge entstehen zur Kultur des sozialen Wohnungsbaus der 1920er und 30er Jahre, zur baulichen Formulierung gemeinschaftlichen Lebens. Zu diesen traditionellen Qualitäten gesellen sich moderne Ansprüche an Orientierung und Besonnung. Die Turmhäuser suggerieren eine gewisse Individualität innerhalb des kollektiven Rahmens und schaffen einen transparenten Gartenhof mit Durchblicken. Viele Zimmer erhalten Eckfenster, und die Grundrisse sind, je nach Standort im Block, auf Besonnung und Aussicht abgestimmt. Alle Türme sind mit Mini-Dachterrassen à la Unité Marseilles ausgestattet, mit Sicht auf Stadt und Zürcher Hausberge.